Losung des Tages
Aktuelles aus den Gemeinden
Einführung von Pfarrer Michael Wicke
Einführung in die Kreiskirchliche Pfarrstelle für Vertretungsdienste
Ostergottesdienst in Schenkendorf
Familiengottesdienst mit Handpuppe Sven begeistert Groß und Klein
Ökumensicher Gottesdienst am Pfingstmontag
Zu Gast in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Zeesen
Orgelsanierung in Deutsch Wusterhausen
Orgelbaufirma Sauer hat die Orgel saniert - Herzlichen Dank allen Spendern
"Wir pflügen und wir streuen..."
Danke an alle Helfer des Frühjahrsputz in Königs Wusterhausen
"Ich singe dir mit Herz und Mund"
Rückblick auf den musikalischen Gottesdienst an Kantate
Ostern 2026 in Königs Wusterhausen
Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern- Viele Ereignisse in der Karwoche und an Ostern
Bericht vom Gemeindebeirat
Gemeindebeirat - Gremium berufenen Vertreter der vielen Arbeitsbereiche der Gemeinde
Veranstaltungen

Gottesdienst | 1. Sonntag nach Trinitatis
07. Juni 2026
9.00 Uhr
Dorfkirche Deutsch Wusterhausen
mit Abendmahl
Pfarrer Ingo Arndt

Gottesdienst | 1. Sonntag nach Trinitatis
07. Juni 2026
10.30 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen
Pfarrer Ingo Arndt

Gottesdienst | 2. Sonntag nach Trinitatis
14. Juni 2026
9.00 Uhr
Dorfkirche Schenkendorf
Lektor Raphael Bunde
Weitere Informationen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen finden Sie hier.
Gedanken
zum Monatsspruch Juni 2026
Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!
Hebräer 13,3
Empathie, Mitgefühl - eine Schwäche? Der Milliardär Elon Musk hält Empathie für eine Schwäche unserer westlichen Zivilisation. In einem Interview erklärte er, Menschlichkeit sei ein Nachteil im globalen Wettbewerb. Wer sich von Mitgefühl leiten lasse, verliere den Blick für das Notwendige. Eine steile These - und eine gefährliche zugleich. Ich höre, dass die Abschiebung von Flüchtlingen gefordert wird oder Grenzen schnell geschlossen werden sollen.
Doch was macht das eigentlich mit unserer Gesellschaft, wenn sie sich gegenüber Menschen in Not immer mehr verschließt? Man mag es sich nicht vorstellen und doch ist es schon tägliche Realität.
Unser Monatsspruch setzt ein klares Gegenbild und will uns zum Nachdenken anregen. Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr auch im Gefängnis; denkt an die Misshandelten, ihr kennt doch selbst Schmerzen. Empathie ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Sie ist Ausdruck christlicher Solidarität. Wer sich in die Lage anderer versetzen kann, erkennt ihre Not - und handelt.
Empathie ist oft der Anfang von Hilfe. Ein Beispiel: Ein Mann besucht regelmäßig einen kranken Freund zu Hause, der nicht mehr arbeiten kann. Nicht aus Pflicht tut er das, sondern weil er sich erinnert, wie er sich selbst fühlte, als er eimal am Boden war. Oder: Männer in einer Kirchengemeinde organisieren eine Fahrradwerkstatt für Geflüchtete, weil sie sich vorstellen, wie es wäre, mit nichts in ein fremdes Land zu kommen und die Wege manchmal sehr lang sind, um von der Unterkunft in die Stadt zu kommen. Empathie wird hier zur Tatkraft.
Der Hebräerbrief ruft uns auf, nicht wegzusehen. Nicht zu sagen: „Das geht mich nichts an.“ Sondern zu erkennen: Auch wir sind verletzlich. Auch wir leben in einem Körper, der Schmerz kennt. Diese Verletzlichkeit verbindet uns mit den Misshandelten, den Gefangenen, den Ausgegrenzten.
Wir können mitfühlend sein, weil Gott mitfühlend mit uns ist. In Jesus Christus ist Gott selbst in unsere Nöte und Probleme gekommen. Er hat sich unterbrechen lassen, hat Leid geteilt, hat sich berühren lassen. Das ist keine Schwäche - das ist göttliche Stärke.
Empathie, Mitgefühl ist der Weg, auf dem wir uns verwandeln lassen. Mitgefühl lässt uns die Welt mit anderen Augen sehen: Eine Welt, in der Menschen gesehen werden, denen zu helfen nicht aus Berechnung, sondern aus Mitmenschlichkeit geschieht. Eine Welt, die Alternativen kennt - auch zum Krieg.
Denn wer sich in einen anderen hinein fühlt, sieht in ihm einen Menschen wie du und ich. Wer sich berühren lässt, wird nicht zerstören, der kann nicht zerstören. Mitgefühl macht Gewalt und Krieg unvorstellbar. Sie ist Hoffnung in Aktion. Lassen wir uns davon inspirieren! Haben wir mehr Mitgefühl!
Ihr Pfarrer Ingo Arndt
Entnommen aus dem Gemeindebrief Juni/Juli 2026

Grafik: GemeindebriefDruckerei









