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Ostern 2026 in Königs Wusterhausen

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Bericht vom Gemeindebeirat

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Veranstaltungen

Gottesdienst | Trinitatis

31. Mai 2026
14.00 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen

Regionalgottesdienst zur Jubelkonfirmation mit Kindergottesdienst

Pfarrer Ingo Arndt und Pfarrer Michael Wicke

Gottesdienst | 1. Sonntag nach Trinitatis

07. Juni 2026
9.00 Uhr
Dorfkirche Deutsch Wusterhausen

mit Abendmahl

Pfarrer Ingo Arndt

Gottesdienst | 1. Sonntag nach Trinitatis

07. Juni 2026
10.30 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen

Pfarrer Ingo Arndt

Weitere Informationen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen finden Sie hier.

Gedanken
zum Monatsspruch Mai 2026

Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele. 
Hebräer 6,19
 

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Volksmund. Und es ist etwas Wahres dran. Wenn einem die Probleme über den Kopf wachsen und nichts mehr so richtig zusammenpasst, dann bleibt am Ende oft nur die Hoffnung, dass es auch mal wieder hellere Tage gibt. Entscheidend ist nun aber, woraus sich diese Hoffnung speist. 

 

Da haben wir als Christen eine ziemlich genaue Vorstellung. Wir glauben an Gott und an seinen Sohn Jesus Christus. Er ist unsere Hoffnung, unser Anker. Wir wissen, der Anker ist das Symbol für die Hoffnung. Der Anker hält ein Schiff, damit es nicht abdriftet. Man kann einmal zur Ruhe kommen. Als Bootsfahrer weiß ich nun aber auch, dass ein Anker nicht auf jedem Grund hält. Wie schnell kann er seinen Halt verlieren. Das bekommt man oft gar nicht sofort mit, wenn das Schiff führerlos abtreibt, vor allem in der Nacht. 

 

Innerlich werfen wir immer wieder Anker aus. Wir suchen Halt und Stabilität in unserer Arbeit, in Beziehungen, im Erfolg, im Ansehen oder in dem, was wir als Leistungen vorzuweisen haben. Und oft scheint das auch wirklich zu tragen und zu halten - als hätten wir festen Grund für unseren Anker. Doch dann frischt der Wind zu einem Sturm auf, eine unerwartete Krise, ein kleines oder großes Unglück oder eine Krankheit - und plötzlich merken wir: wir driften gefährlich ab. Der Anker hält nicht. 

 

In unserem Monatsspruch spricht jemand auch von einem Anker - aber von einem, der wirklich hält. Gemeint ist die Hoffnung. Gott macht uns ein Angebot: Wir dürfen unseren Anker auswerfen, dort wo der Anker wirklich hält- auf Gottes unvorstellbarer Liebe. Das ist der Glaube und dann die große Hoffnung, die uns trägt und zum Anker wird. Dieser Anker ist nicht abhängig von unserer Kraft, unseren Stimmungen und äußeren Umständen. Diese Hoffnung gründet sich nicht in dem, was wir festhalten können, sondern in dem, was wirklich Halt gibt. 

 

Manchmal führen uns Erfahrungen im Leben schmerzhaft vor Augen, dass wir auf einem Grund geankert haben, der uns nicht geben kann, was wir wirklich suchen: Sicherheit, Stabilität und Ruhe. Das schmerzt, kann aber auch heilsam sein. 

 

Auf Gott hoffen, der Kraft der Liebe vertrauen, mich täglich neu ausrichten an Jesus Christus, der uns in allem vorausgegangen ist als Grund unseres Lebens, dazu will uns der Monatsspruch ermutigen, als seelsorgerlicher Hinweis sozusagen.

 

Ein kleines Gebet zum Ankern: 

Gott, du Quelle in unserem Leben und unser Anker in stürmischen Zeiten. 

Gib uns ein feines Gespür für das, was wirklich trägt. 

Hilf uns, in dir zu ruhen, nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch im Sturm, in der Dunkelheit, in der Unsicherheit. 

Halte uns - auch dann, wenn unser Glaube schwankt. Sei unsere Hoffnung, unser Grund, unser Anker. 

In dir sind wir geborgen jetzt und immer. 

Amen

Ihr Pfarrer Ingo Arndt

Entnommen aus dem Gemeindebrief April/Mai 2026

Grafik: GemeindebriefDruckerei

Gedanken
zum Monatsspruch Juni 2026

Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!
Hebräer 13,3
 

Empathie, Mitgefühl - eine Schwäche? Der Milliardär Elon Musk hält Empathie für eine Schwäche unserer westlichen Zivilisation. In einem Interview erklärte er, Menschlichkeit sei ein Nachteil im globalen Wettbewerb. Wer sich von Mitgefühl leiten lasse, verliere den Blick für das Notwendige. Eine steile These - und eine gefährliche zugleich. Ich höre, dass die Abschiebung von Flüchtlingen gefordert wird oder Grenzen schnell geschlossen werden sollen. 

Doch was macht das eigentlich mit unserer Gesellschaft, wenn sie sich gegenüber Menschen in Not immer mehr verschließt? Man mag es sich nicht vorstellen und doch ist es schon tägliche Realität. 

 

Unser Monatsspruch setzt ein klares Gegenbild und will uns zum Nachdenken anregen. Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr auch im Gefängnis; denkt an die Misshandelten, ihr kennt doch selbst Schmerzen. Empathie ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Sie ist Ausdruck christlicher Solidarität. Wer sich in die Lage anderer versetzen kann, erkennt ihre Not - und handelt. 

 

Empathie ist oft der Anfang von Hilfe. Ein Beispiel: Ein Mann besucht regelmäßig einen kranken Freund zu Hause, der nicht mehr arbeiten kann. Nicht aus Pflicht tut er das, sondern weil er sich erinnert, wie er sich selbst fühlte, als er eimal am Boden war. Oder: Männer in einer Kirchengemeinde organisieren eine Fahrradwerkstatt für Geflüchtete, weil sie sich vorstellen, wie es wäre, mit nichts in ein fremdes Land zu kommen und die Wege manchmal sehr lang sind, um von der Unterkunft in die Stadt zu kommen. Empathie wird hier zur Tatkraft. 

Der Hebräerbrief ruft uns auf, nicht wegzusehen. Nicht zu sagen: „Das geht mich nichts an.“ Sondern zu erkennen: Auch wir sind verletzlich. Auch wir leben in einem Körper, der Schmerz kennt. Diese Verletzlichkeit verbindet uns mit den Misshandelten, den Gefangenen, den Ausgegrenzten. 

 

Wir können mitfühlend sein, weil Gott mitfühlend mit uns ist. In Jesus Christus ist Gott selbst in unsere Nöte und Probleme gekommen. Er hat sich unterbrechen lassen, hat Leid geteilt, hat sich berühren lassen. Das ist keine Schwäche - das ist göttliche Stärke. 

Empathie, Mitgefühl ist der Weg, auf dem wir uns verwandeln lassen. Mitgefühl lässt uns die Welt mit anderen Augen sehen: Eine Welt, in der Menschen gesehen werden, denen zu helfen nicht aus Berechnung, sondern aus Mitmenschlichkeit geschieht. Eine Welt, die Alternativen kennt - auch zum Krieg. 

 

Denn wer sich in einen anderen hinein fühlt, sieht in ihm einen Menschen wie du und ich. Wer sich berühren lässt, wird nicht zerstören, der kann nicht zerstören. Mitgefühl macht Gewalt und Krieg unvorstellbar. Sie ist Hoffnung in Aktion. Lassen wir uns davon inspirieren! Haben wir mehr Mitgefühl!

Ihr Pfarrer Ingo Arndt

Entnommen aus dem Gemeindebrief Juni/Juli 2026

Grafik: GemeindebriefDruckerei

©Ev. Kirche Königs Wusterhausen 2026. Alle Rechte vorbehalten.

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