Losung des Tages
Aktuelles aus den Gemeinden
777 Jahre Krummensee
Festgottesdienst zu Beginn des Jubiläumswochenende mit dem Posauenenchor
Regionalgottesdienst an Himmelfahrt
Himmelfahrtsgottesdienst im Maschienensaal des Museum Funkerberg
Weihnachten im Schuhkarton
Wir sind auch in diesem Jahr wieder Sammelstation für die traditionelle Weihnachtsaktion für Kinder in Not
Familienfreizeit in Woltersdorf
Thema der diesjährigen Familienfreizeit war "David - Hirte und König"
Tag des offenen Denkmals
In Schenkendorf wird die Gruft geöffnet und Ortsrundgänge angeboten
Kirche entdecken
Kinder der Kita "Arche Noah" entdecken die Dorfkirche Deutsch Wusterhausen
Veranstaltungen
777. Jahre Krummensee | Eröffnungsgottesdienst
05. September 2026
10.00 Uhr
Strandbad Krummensee
Eröffnungsgottesdienst mit Posaunenchor
Pfarrer Ingo Arndt

Gottesdienst | 14. Sonntag nach Trinitatis
06. September 2026
09.00 Uhr
Dorfkirche Deutsch Wusterhausen
Pfarrer Michael Wicke

Gottesdienst | 14. Sonntag nach Trinitatis
06. September 2026
10.30 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen
mit Kindergottesdienst und Abendmahl
Pfarrer Michael Wicke
Weitere Informationen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen finden Sie hier.
Gedanken
zum Monatsspruch September 2026
Besser eine Handvoll mit Ruhe als zwei Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6
Was darf's sein? Eine Handvoll Ruhe oder zwei Fäuste? Ich kenne beides. Die stille Sehnsucht nach der Handvoll Ruhe genauso wie Schaffensdrang mit geballten Händen. Du musst noch dies und das machen!
Doch wie viel mühevolles Müssen führt am Ende zum Ziel und wo hätte ich mit mehr Ruhe mehr erreichen können? Welche Dosis passt für mein Leben?
Eine Handvoll ist ein nützlicher Richtwert, wenn es um eine einfache Angabe geht, wie viel Essen wir zu uns nehmen sollten. Eine Handvoll Obst am Tag, eine Handvoll Gemüse zu jeder Mahlzeit, eine Handvoll Nüsse am Abend. Eine Handvoll passt immer. Für niemanden zu viel oder zu wenig.
Wenn eine Handvoll als verlässliche Mengenangabe fürs leibliche Wohl taugt, könnte eine Handvoll Ruhe doch auch für unser seelisches Gleichgewicht das Idealmaß sein. Die Einheit, die Gott uns praktisch auf den Leib geschneidert hat.
Eine Handvoll Ruhe hilft, dass ich auf dem Minigolfplatz bei der Bahn mit dem Vulkan nicht vor Wut den Schläger ins Gras pfeffere, sondern durchatme und feststelle: Halb so wild. Eine Handvoll Ruhe sorgt dafür, dass ich die ungeplante Wartezeit am Bahnhof, in der Arztpraxis oder an der Supermarktkasse zwar immer noch Seite 3 lästig finde, aber ich erkenne auch, dass daran nicht mein Leben hängt. Vielleicht ergibt sich ja beim Warten sogar ein nettes Gespräch, mache ich eine interessante Beobachtung oder höre mir mal wieder selbst zu.
Eine Handvoll Ruhe brauche ich, um eine Angelegenheit, bei der absolut nichts so läuft, wie ich es will, innerlich ein paar Meter zur Seite zu treten und mir das Ganze von außen anzuschauen. Eine Handvoll Ruhe reicht, um wieder klar denken zu können, mögliche Lösungen für Probleme zu finden und mich wieder zu spüren.
Eine Handvoll Ruhe ist nötig, um überhaupt wahrnehmen zu können, dass Gott noch da ist. Und die Welt, wie sie erschaffen wurde, wahnsinnig schön ist. Eine Handvoll Ruhe ist genug, um zwei feste Fäuste zu lockern und zu sehen, wie aus all meiner krampfhaft festgehaltenen Mühe nichts wird als Luft. Ein Handvoll Ruhe lässt mich noch nicht komplett stillstehen. Sie verhindert aber, dass ich bei meiner Suche nach Ruhe nicht vergesse, dass Leben auch heißt, in Bewegung zu sein. Ich soll durchaus Pläne für mein Leben haben. Aber sie bewahrt mich davor, mich für irdische Luftgespinste und Sinnlosigkeiten zu verausgaben.
Eine Handvoll Ruhe lässt mich innehalten und abwägen, ob ich wirklich das ganz große Vorhaben will oder ob die kleine B-Variante nicht die viel bessere Variante wäre.
Eine Handvoll Ruhe erinnert mich daran, immer häufiger mal meine zu Fäusten geballten Hände zu öffnen, sie umzudrehen und es für einen Moment Gott zu überlassen, sie neu zu füllen. Die Leichtigkeit des Sommers macht es uns möglich, es mit der Hand voll Ruhe zu versuchen, bevor die Herbststürme wieder übers Land wehen.
Eine Hand voll Ruhe wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Ingo Arndt
Entnommen aus dem Gemeindebrief August/September 2026

Grafik: GemeindebriefDruckerei










