Bläserfreizeit Hiddensee
Inselwind, blühende Heide, blechbläserne Klänge und eine bunte Truppe: Im August machten sich 19 Bläserinnen und Bläser, 5 Jungbläser sowie 13 „Noch-Nicht-Bläser“ auf den Weg nach Hiddensee. Eine Woche voller Musik, Abenteuer und echter Gemeinschaft lag vor uns!
Schon die Anreise war ein kleines Fitnessprogramm: Unzählige Koffer und Instrumente mussten auf die Fähre und wieder herunter bugsiert werden. Doch getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ war das Packen im Nu erledigt – der perfekte Startschuss für eine tolle Woche.
Unter der fachkundigen Leitung von Siegfried Zühlke (Landesposaunenwart i. R.) und Michael Knake (Landesposaunenwart der EKBO) wurde täglich intensiv geprobt. Dabei wurde nicht nur an den richtigen Tönen und Einsätzen gefeilt, sondern auch viel gelacht, ausprobiert und gemeinsam musiziert. Gerade für unsere Jungbläser war es schön zu erleben, wie selbstverständlich sie Teil der großen Bläsergruppe sind und wie viel Freude es macht, miteinander Musik zu machen. Der Lohn der Arbeit? Drei mitreißende Konzerte, zwei Platzkonzerte und ein Abendkonzert, mit denen wir Inselbewohnern und Urlaubern eine musikalische Freude bereiten konnten. Besonders schön war es - nach einer intensiven Probenphase gemeinsam vor Publikum zu stehen und zu spüren: Die Mühe hat sich gelohnt!
Auch der Glaube hatte seinen festen Platz im Gepäck. Unter dem Motto „Paule“ – sprich Paul Gerhardt – starteten wir jeden Morgen mit einer Andacht. Seine Liedtexte begleiteten uns durch die Woche und schenkten Impulse zum Nachdenken über Glauben, Schöpfung und das Leben. So wurde aus dem gemeinsamen Singen und Musizieren immer wieder auch eine Zeit zum Innehalten. Am Sonntag gestalteten wir zudem den Gottesdienst und am Freitag die Friedensandacht musikalisch mit.
Neben den Proben blieb viel Raum für Inselerlebnisse: Gemütlich ging es in zwei Kutschen durch die wunderschöne, blühende Hiddenseer Heide. Dabei konnten wir die besondere Landschaft der Insel ganz in Ruhe genießen. Am Strand von Kloster erlebten wir mit Schutzfolien vor den Augen eine partielle Sonnenfinsternis – ein echter Gänsehaut-Moment. Solche Erlebnisse lassen sich nicht planen und machen eine Freizeit zu etwas ganz Besonderem. Und natürlich durfte das tägliche Erfrischungsbad in der Ostsee auch nicht fehlen. Ob morgens, nachmittags oder einfach zwischendurch: Das Meer lockte fast jeden Tag.
Auch abseits von Musik und Ausflügen gab es viel zu entdecken. Gemeinsame Spiele, Gespräche und spontane Aktionen sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam. Man lernte Menschen noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen, führte lange Gespräche am Abend und stellte fest, dass Gemeinschaft manchmal ganz nebenbei entsteht – beim gemeinsamen Lachen, Helfen oder einfach beim Zusammensitzen. Gemeinschaft geht bekanntlich auch durch den Magen! Abends wurden wir köstlich bekocht, und morgens zauberten täglich wechselnde Teams kreative Frühstücksideen. Beim Schnippeln, Decken und Spülen entdeckten wir so manches verborgene Talent. Und natürlich schmeckt das Essen noch besser, wenn viele mithelfen und anschließend alle gemeinsam am Tisch sitzen.
Eine Bläserfreizeit ist mehr als Noten und Proben – sie ist gelebte Gemeinschaft, Füreinander-Dasein und Krafttanken für die Seele. Sie verbindet Generationen, schafft neue Freundschaften und lässt uns erleben, was möglich ist, wenn viele Menschen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen. Gerade die Mischung aus erfahrenen Bläserinnen und Bläsern, Nachwuchsmusikern und „Noch-Nicht-Bläsern“ hat unsere Woche besonders gemacht. Mit gestärktem Teamgeist, voller Musik im Kopf, vielen schönen Erinnerungen und Vorfreude auf das nächste Mal ging es schließlich wieder nach Hause. Die Insel haben wir zwar verlassen, aber ein Stück Hiddensee und ganz viel Gemeinschaft nehmen wir mit.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Zeit so unvergesslich gemacht haben – an unsere musikalische Leitung, das Küchenteam, alle Helferinnen und Helfer, die Organisatoren. Ohne die Unterstützung und das Engagement so vieler Menschen wäre diese besondere Woche nicht möglich gewesen.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste gemeinsame Reise – und bis dahin bleiben uns die Inselklänge noch lange im Ohr!
Familie Neumann





